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Lächeln mit Biss

Wasserspeier lächelt mit Biss

Das Daily Business der Mundpflege

Unsere Zähne sind eine überaus persönliche Sache. … nicht umsonst sagt man, dass ihr Zustand dafür entscheidend sei, wie viel „Biss“ wir im Leben haben.

Stehen „gute Zähne“ also für Durchsetzungsvermögen in Alltag und Business? Die Psycho-Physiognomik* jedenfalls lässt diesen Punkt wohlweislich außen vor. Dort kümmert man sich lieber um Kopfproportionen, die geschichtenerzählende Ausprägung der Mimikfalten oder die Breite der Schläfe, die den Sinn für Geld zeigen soll. Wer will schon Publikum, Leser und Follower vor den Kopf stoßen? Denn die Zahngesundheit ist auch im High-Tech-Zeitalter ein heikles Thema. Die traditionell seit Jahrzehnten überlieferte Angst vor dem Zahnarzt paart sich heute mit dem Zaudern zwischen Erfolgsdruck und Kostenscheu: Wie schön müssen – und wie kostensparend dürfen die Zahnreihen getragen werden? Denn Zahnmedizin ist teuer und wird von Kassen und Versicherungen selten voll getragen. Wie wichtig ist Lächeln für Sozialkontakte und Karriere – und wie unperfekt darf es sein, um Sympathie statt Mitleid zu erregen?

Denn zwei Dinge stehen fest: Lächeln macht sympathisch, manchmal sogar sexy – und kleine Fehler auch. Eine zu perfekte Erscheinung wirkt dagegen unwirklich und unnahbar. Das haben auch einige Celebrities verstanden und einen Gegentrend kreiert: Momentan ist es die Lücke zwischen den Schneidezähnen à la Lauren Hutton, die Karriere macht und durch kieferorthopädische Einsätze künstlich hergestellt wird wo vorher keine war. Die Designerzahnlücke lächelt uns mittlerweile von so manchen Modemagazinen an …

Was zwischen kieferorthopädischem Zahndesign und notwendiger Behandlung von Fehlstellungen liegt, bleibt eine Gratwanderung der Entscheidungen im Gespräch mit dem Dentisten Ihres Vertrauens. Früher war die Kieferorthopädie einfach noch nicht so weit – wer aber mit einer Fehlstellung alt werden will, sollte sicher gehen, dass das Gebiss auch im Alter noch funktioniert und sich gut reinigen lässt. Gepflegte Zähne haben nämlich Hochkonjunktur im Umgang mit anderen Menschen.

Es gibt inzwischen viele nützliche Geräte und Utensilien, die aus der Prozedur der Zahnpflege ein schönes zweimal tägliches Ritual – und ihre Auswahl zu einem wahren Vergnügen machen. Zahnseide oder Tooth Sticks? Whitening oder Sensitiv? Es lohnt sich, den persönlichen Warenkorb beim Einkauf von Mundpflegeartikeln zu überprüfen und zu nutzen, was  die Medizin für uns herausgefunden hat. Denn mit gepflegten Zähnen lacht es sich viel unbefangener, und auch die manchmal unfreiwillige Nähe, zum Beispiel in voll besetzten Aufzügen, kann einem nichts anhaben, wenn man sich sicher ist, dass keine Essensreste in den Zahnzwischenräumen hängen und der Atem frisch ist. Denn das ist ein wichtiger Punkt im Geschäfts- und sonstigen Leben: Mundgeruch bringt andere auf Distanz. Nur reden mag darüber niemand, und der Betroffene merkt es selbst meist nicht. Zum Glück ist Wikipedia auch hier aufs Sachlichste informativ – wer es nachlesen möchte. Allen anderen reicht es, die Top 3 zu kennen, die in einem hektischen Alltag zu Mundgeruch führen können und sich abstellen lassen, wenn man es weiß.  Die Hauptursachen sind

  • Zu lange nichts gegessen und/ oder getrunken.
  • Raucher sein, auch wenn man lange nicht geraucht hat (die Schleimhäute haben den ständigen Geruch von Fäulnis)
  • Mangelnde Mundhygiene wie Speisereste oder Bakterien auf der Zunge

Weitere mögliche Ursachen wie beispielsweise Karies, Entzündungen in Mund oder Rachen wie beispielsweise Parodontitis, eine nervöse Magenschleimhaut und allgemeine Erkrankungen gehören in (zahn-)ärztliche Abklärung und Behandlung. Denn dass Sie zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Aus den Top 3 leitet sich das Daily Business der Mundpflege unmittelbar ab:

  • Den Mund, nicht nur die Zähne, zweimal täglich gründlich reinigen. Dazu gehört 1. die richtige, mit Ihrem Zahnarzt besprochene Putztechnik, meist mit einer elektrischen Zahnbürste, 2. das Reinigen der Zunge mit einer Zungenbürste und 3. das Benutzen von Zahnseide mit anschließendem Ausspülen. Das alles natürlich nach den Mahlzeiten, denn was bringt die schönste Zahnpflege, wenn die Bakterien, die durch den Frühstücksgenuss entstehen, den ganzen Tag im Mund verbleiben und sich fröhlich vermehren können? (Nach dem Genuss von säurehaltigen Nahrungsmitteln wie Obst oder O-Saft sollten Sie allerdings 30 Minuten bis zum Zähneputzen warten.)
  • Aus dem gleichen Grund ist es auch sinnvoll, nach Mittags- und Zwischenmahlzeiten Zähne zu putzen. Zahnpasta gibt es schön längst als Reisegröße, und auch Handzahnbürsten sind im handlichen Handtaschenformat zu haben. (Eigentlich sollten Einmalzahnbürsten und Zahnstocher in den Rest-Rooms jedes besseren Restaurants zu finden sein, oder?)
  • Wer dazu keine Gelegenheit hat, sollte wenigstens mit klarem Wasser nachspülen. Das gilt übrigens auch nach dem Genuss von schwarzem Kaffee, der sonst die Zähne wunderbar braun färbt.
  • Generell genug trinken, am besten Wasser oder Tee, dabei zuckerhaltige Getränke meiden und nicht zu viele Stunden zwischen den Mahlzeiten vergehen lassen.

Wer dies zur Routine werden lässt, kann beruflich und privat unbesorgt lächeln.   

*Psycho-Physiognomik ist die auf Menschenkenntnis beruhende „Wissenschaft“, Charakterzüge und Temperament einer Person anhand ihrer physiologischen Merkmale einschätzen zu können

Foto: Katharina Starlay