Im Porträt Knigge

Die Kunst des Knigge

„Lasst uns die Regeln kennen, bevor wir sie brechen!“

Fabrizio Galli-Zugaro ist im Europäischen Adel aufgewachsen. Die Rituale der Höflichkeit hat er wie kein anderer im Blut.

Wenn man ihn aber trifft, ist er alles andere als steif oder unnahbar – Vorurteile, die man Adligen und Vertretern der Knigge-Industrie gerne nachsagt. Auf eine unverkrampfte Weise vermittelt er Männern wie Frauen, dass sie für ihn in diesem Moment die wichtigste Person im Raum sind – persönlich und irgendwie besonders.

Er ist überzeugt davon, dass hervorragende soziale Kompetenzen zu mehr Erfolg im privaten wie im beruflichen Leben führen: Empathie, Respekt, Kommunikationsfähigkeiten, Teamfähigkeit, gutes Benehmen und guter Umgang mit unseren Mitmenschen als Schlüsselfaktoren für ein gutes, angenehmes und stressfreies Leben. Wichtig sind ihm „echte Authentizität“ und totale Ehrlichkeit beim persönlichen Stil sowie die Gabe, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen. Nur so kann unser Umgang miteinander im besten Sinn für jeden Adressaten und jeden Anlass angenehm sein.

Gala-Foto „Kleider machen Leute“ von April 2022: starlay / galli zugaro, Fotorechte wurden erworben

Ich darf seit 2021 mit ihm arbeiten. Wir sind beide einerseits einer traditionellen Höflichkeit verbunden, in der wir viel Sinnvolles und viel Gutes erkennen. Andererseits sind wir lebendige Teile einer modernen und sich ständig verändernden (Unternehmens-) Kultur, in der wir uns bewegen.

Wo er herkommt, scheint es von Spielregeln nur so zu wimmeln. Nur haben sie alle das Wohlbefinden des Gegenübers im Sinn, diese Spielregeln.

Ich selbst komme aus einem kulturell interessierten Kreis, den man im Deutschland der 60er Jahre „Bildungsbürgertum“ nannte und wo Höflichkeit als Voraussetzung gehandelt wurde, einer Gesellschaft überhaupt anzugehören. Der eine aus Italien – die andere aus Deutschland. Hier ein Herr – dort eine Dame.

Was uns eint, ist die Überzeugung, dass es das Gegenüber ist, das zählt. Und dass Veränderungen nicht zwangsläufig Verbesserungen sein müssen: Nur weil es gerade alle tun, muss es noch lange nicht gut sein, wenn man es mit den Augen des Anderen betrachtet. Von der „Me first“-Mentalität bis hin zu der in Corona-Zeiten so beliebt gewordenen Wohnzimmer-Bekleidung im öffentlichen Raum: Es wird niemals – auch nicht im Futur – im Interesse eines sozialen Umfelds sein, wenn Menschen einander nicht sehen, nicht würdigen, nicht wertschätzen und nicht selten auf Kosten anderer handeln.

Darum geben wir Seminare, halten Vorträge und publizieren für Sie und Euch.

Titelfoto: Foto: Gerardo Gaetani d‘Aragona

Gala-Foto: Starlay / Galli Zugaro

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