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Ein rot reflektierender Frack für die Musiker

Wie es mit der Einkleidung des Oboen-Orchesters weiter ging …

Wie kann Kleidung für den (weltweiten) digitalen Auftritt eines Musik-Ensembles aussehen, wenn die Besetzung einer Fluktuation unterliegt? Mit der Symphonie des Dragons präsentiert sich ein Oboen-Orchester auf besondere Weise, um den Kulturgenuss und die Liebe zur Musik mit einem weltweiten Publikum zu teilen.

Das Team besteht aus 15 frei-schaffenden hochqualifizierten Musikern im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Die internationalen Spezialisten kommen aus den USA, Großbritannien, Moldawien, Japan, Italien, Holland und Deutschland und wohnen überwiegend in Frankfurt und im Rhein-Main Gebiet. Eine vollständige Auswahl an Oboen und Fagotten – mit Verdoppelung auf Blockflöten –, abgerundet durch Gitarre und Percussion macht das Orchester zu einem Ensemble von selten gehörtem Timbre und Klangfarben.

Die Ausstattung sollte dem natürlich entsprechen, ein Stil, welcher gleichermaßen den Anforderungen an Bewegungsfreiheit und Modernität gerecht wird wie er die barocke Ära umarmt und ehrt.

Die Symphonie des Dragons

Die aufregenden Programme zeichnen den Einfluss der Oboen-Band auf die Militär-, Zeremonien-, Kirchen- und Bühnenmusik zwischen 1680 und 1720 nach, von einfachen Märschen und Feldmusik bis hin zu raffinierteren höfischen Werken.

Auch die Dragons haben das tobende Konzertleben durch die Pandemie sich auflösen sehen, doch sie sind ganz fest bei der Musik und ihren Botschaften wie Zugehörigkeit, Vitalität, Enthusiasmus und Freude geblieben. Damit tragen sie die positive Schwingung der Musik weiter. Schließlich braucht der Mensch außer körperlicher Gesundheit auch seelischen und emotionalen Ausgleich.

Seit März 2020 haben die Dragons daher die unfreiwillige Freiheit in der Pandemie genutzt, um neue Programme zu entwickeln und sich unter anderem intensiv mit einer der sehr wenigen weiblichen Komponistinnen der Barockzeit, Jacquet de La Guerre auseinander zu setzen. Auch im Gleichklang der Gender-Balance. Bald gab es auch Unterstützung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst: Ein Stipendium gab – zusammen mit zusätzlichem privaten Sponsoring – Raum für neue Kreativität.

Ausgehend von New York

Die jüngste Aufführung im April 2021 kann nicht zuletzt auch als das 10-jährige Jubiläum der originären Künstlerinitiative gesehen werden, die 2011 in den USA gegründet wurde:

Gonzalo X. Ruiz, Oboist für verschiedene weltweit agierende Ensembles wie das Boston Early Music Festival und Professor an der Juilliard School ist einer der bekanntesten historischen Oboisten. 2011 brachte er einige der weltweit besten Oboisten und Fagottisten zusammen, um das Repertoire der großen Blasorchester von Versailles zu ergründen.

Eine von ihnen als Gründungsmitglied ist die im Frankfurter Raum lebende US-amerikanische Oboistin Jeanine Krause (Titelbild).  2019 verwandelt sie – mit Ruiz‘ Einverständnis – das einige Jahre zuvor gegründete Rhein-Main Hautboisten-Ensemble in die Europäische Division der Symphonie des Dragons. Gonzalo X. Ruiz konnte wegen der Corona-Pandemie am Konzert nicht teilnehmen.

Ausgestattet mit neuen Notenmappen, den Instrumenten und dem neuen Rock sind die Dragons nun auf dem Weg, ihre Kunst sowohl mit Live Konzerten per Streaming als auch über Video- und Audioaufnahmen in die Welt zu tragen. Und wie bei jeder Künstlerbewegung ist Hilfe von Fans und Sponsoren sehr willkommen.

Die Dragons haben begonnen, ihre Mission über mehrere Wege in die Welt zu senden und den lebendigen Geist der barocken Blasmusik in die Moderne zu übertragen – damit Menschen und Seelen Freude haben.

Auslieferungs-Anprobe: Katharina Starlay mit „Dragon“ Wolfgang Dey

Und wie in jeder Einkleidung nehme ich als Designerin den letzten „Touch“ selbst vor, indem ich Warenausfall und Passform prüfe und mich vergewissere, dass der oder die Träger:in darin nicht nur gut aussieht  -, sondern in der schönsten Bedeutung des Wortes Mensch sein kann.

Im Titelbild: Jeanine Krause, Kopf der deutschen Division der Symphonie des Dragons

Alle Fotos: Michael von Haugwitz